Rissmonitoring: Risse an Bauwerken funkbasiert überwachen

Kontinuierliche Rissüberwachung mit Funksensoren: Sie erkennen Rissbreitenänderungen ab 0,003 mm, werden bei Grenzwerten sofort alarmiert und behalten den Zustand Ihrer Bauwerke jederzeit im Blick.

DIN 4150RIL 883
Risssensor von Infrasolute über einem Riss, mit Wegaufnehmer und Millimeterskala

Ihre Vorteile

Was das Rissmonitoring im Betrieb leistet

Ein Riss ist selten harmlos und selten statisch. Kontinuierliche Überwachung zeigt, ob er ruht oder arbeitet, bevor daraus ein statisches Problem wird.

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Frühwarnung statt Schadensbild

Sie sehen die Rissentwicklung, bevor aus einem Haarriss ein statisches Problem wird. Die automatische Alarmierung bei Grenzwertüberschreitung verschafft Ihnen die Zeit, gezielt zu reagieren.

Ohne Kabelziehen installiert

Die Sensoren übertragen per NB-IoT und lassen sich in Eigenleistung montieren. Kein Verkabeln, kein Gerüst nur für die Messtechnik, keine laufende Vor-Ort-Ablesung.

Wiederverwendbar und wirtschaftlich

Über die Montageplatte lösen Sie den Sensor und setzen ihn am nächsten Objekt wieder ein. Das senkt die Kosten pro Messstelle deutlich gegenüber fest verbauter Technik.

Daten von überall

Alle Messwerte laufen in die cloudbasierte Infrasolute-Software. Rissbreite und Temperatur werden grafisch dargestellt, historisiert und lassen sich jederzeit abrufen.

Funkbasierter Risssensor beidseitig eines Risses montiert

Funktionsweise

So arbeitet das Rissmonitoring-System

Statt punktueller Sichtprüfung erfassen Funksensoren die Rissbreite kontinuierlich und automatisch. Sie sehen nicht nur, dass sich ein Riss verändert hat, sondern wann, wie schnell und in welchem Zusammenhang mit der Temperatur.

  1. 01

    Montage

    Der Risssensor wird über eine Montageplatte beidseitig des Risses befestigt, in Eigenleistung, ohne Spezialwerkzeug.

  2. 02

    Messung

    Der integrierte Wegaufnehmer erfasst Rissbreitenänderungen ab 0,003 mm, dazu Oberflächen- und Betontemperatur, im frei wählbaren Intervall.

  3. 03

    Übertragung

    Die Werte gehen per Narrowband-IoT (NB-IoT) energiesparend in die Cloud, auch aus abgelegenen oder schwer zugänglichen Lagen.

  4. 04

    Alarmierung

    Überschreitet die Rissbreite den hinterlegten Grenzwert, löst das System sofort eine Alarmierung aus. Kein Warten bis zur nächsten Begehung.

Simulation

Der Riss wächst, der Alarm kommt sofort

Beton dehnt sich in der Wärme und zieht sich bei Kälte zusammen. Ein Trennriss wird dadurch nachts und im Winter breiter und tagsüber wieder schmaler, ohne dass sich am Bauwerk etwas geändert hätte. Erst der um die Temperatur bereinigte Trend zeigt, ob ein Riss wirklich wächst. Starten Sie das Grenzwert-Szenario und sehen Sie, wann alarmiert wird.

Rissbreite Grenzwert 0,50 mm
Zustand ruhig
0.20 0.30 0.40 0.50 0.60 mm Tag 1Tag 15Tag 30

Im Sollbereich

Rissbreite um 0,32 mm, Grenzwert 0,50 mm

Nur Demonstration

Rissmonitor manuell oder digital

Warum der digitale Rissmonitor mehr zeigt als das Ablesen vor Ort

Manuelle Kontrollen liefern Momentaufnahmen im Wochenabstand. Genau in diesen Lücken entwickeln sich die kritischen Veränderungen unbemerkt.

Analog

Klassischer Rissmonitor

Eine Kunststoffmarke über dem Riss, abgelesen an einem Raster. Für eine erste Einschätzung legitim, mit zwei Schwächen.

  • Jemand muss regelmäßig vor Ort ablesen
  • Zeigt nur den aktuellen Zustand, nicht den Verlauf
  • Der Zeitpunkt einer plötzlichen Bewegung bleibt unbekannt

Digital

Digitale Rissüberwachung

Statt eines Ablesers im Wochenrhythmus misst der Funksensor selbstständig und meldet Veränderungen automatisch.

  • Durchgehendes Protokoll statt Momentaufnahme
  • Rissbreitenänderung ab 0,003 mm erfasst
  • Belastbare Dokumentation gegenüber Dritten

Weil der Sensor zusätzlich Oberflächen- und Betontemperatur misst, lässt sich das thermische Atmen des Bauteils herausrechnen. Erst dieser bereinigte Verlauf zeigt zuverlässig, ob ein Riss tatsächlich wächst, und verhindert Fehlalarme.

Passendes Produkt

Der Risssensor in drei Ausführungen

Der Risssensor kommt in drei Ausführungen. Messprinzip, Montage und Anbindung bleiben gleich, unterschiedlich ist die Energieversorgung. Entschieden wird nach der Situation am Bauwerk.

Risssensor Solar von Infrasolute mit aufgestellter Solarzelle und Montagewinkel

Risssensor Solar

Versorgt sich vollständig über die integrierte Solarzelle. Für Außenbereiche mit ausreichend Tageslicht, ohne Kabel und ohne Batteriewechsel.

Energieversorgung Solartechnik, autonom
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Messstelle mit fest angeschlossenem Auswertegerät und mehreren Wegaufnehmern auf einer Hallensohle

Risssensor Feststrom

Wird fest an eine vorhandene Stromversorgung angeschlossen statt über Solar oder Batterie.

Energieversorgung fester Stromanschluss
Risssensor mit Langzeitbatterie von Infrasolute, an einer Fassade über einem Riss montiert

Risssensor Langzeitbatterie

Für verschattete, überdachte oder geschlossene Situationen ohne Tageslicht. Kennwerte wie die Solarausführung, versorgt über eine Langzeitbatterie.

Energieversorgung Langzeitbatterie

Typische Einsatzfälle

Von der Beweissicherung bis zum Langzeitmonitoring

Überall dort, wo Rissbewegungen über die Zeit belegt werden müssen: gegenüber Bauherren und Nachbarn, gegenüber der Bauwerksprüfung und in der eigenen Bauwerksdokumentation.

  • Beweissicherung bei Bauarbeiten und Baugruben im Umfeld
  • Risse in Brücken und Ingenieurbauwerken
  • Ergänzung der Bauwerksprüfung nach DIN 1076 zwischen den Prüfterminen
  • Setzungsrisse an Bestands- und Gewerbeobjekten
  • Risse im Mauerwerk von Bestands- und Denkmalobjekten
  • Langzeitmonitoring nach Sanierung oder Instandsetzung

Aus der Praxis

Rissmonitoring an einer Brücke im Bestand

Rissmonitoring an einer Brücke in Bonn

Rissmonitoring Brücke Bonn

Nach einem Hochwasser zeigten sich Risse am Bauwerk. Bis zum geplanten Ersatzbau überwachen Sensoren die Rissbreiten online.

Bauwerkstyp
Brücke
Ort
Bonn
Sensorik
Risssensoren mit Langzeitbatterie
Projekt im Detail ansehen

Passende Branchen

Wo wir Rissmonitoring einsetzen

Rissmonitoring für Ihr Bauwerk

Ob einzelner Riss oder mehrere Messstellen an einem großen Bauwerk, wir stimmen Messpunkte, Grenzwerte und Sensorvariante auf Ihre Aufgabe ab.

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Benedikt Seuss Benedikt Seuss

Datenplattform

Alle Messwerte auf einer Plattform

Die Sensoren übertragen ihre Messwerte per Funk an die Datenplattform. Dort werden sie ausgewertet, dokumentiert und laufend gegen Ihre Grenzwerte geprüft.

  • KI bei der Datenanalyse
  • Nutzerorientierte Reportings
  • Kontinuierliche Auswertung
  • Warn- und Alarmschwellen
  • Alarmierung per E-Mail und SMS
  • Fernzugriff rund um die Uhr
Mehr zu Überwachung & Alarmierung
Monitoring-Plattform Beispielansicht
Messverlauf im Sollbereich
Warnschwelle
  • KI bei der Datenanalyse Zustand im Sollbereich
  • Nutzerorientierte Reportings Bericht bereit
  • Alarmierung Grenzwerte überwacht
FAQ

Häufig gestellte Fragen zum Rissmonitoring

Was unterscheidet den digitalen Rissmonitor vom klassischen?
Der klassische Rissmonitor ist eine Kunststoffmarke. Sie sitzt über dem Riss und wird an einem Raster abgelesen. Damit zeigt der Rissmonitor den Zustand in dem Moment, in dem jemand davorsteht. Der digitale Rissmonitor misst selbst, in einem frei wählbaren Intervall, und schickt die Werte per Funk in die Software. Daraus entsteht ein durchgehender Verlauf, und bei Überschreitung des Grenzwerts löst das System eine Alarmierung aus.
Wie lässt sich ein Riss im Mauerwerk überwachen?
Über eine Montageplatte wird der Sensor beidseitig des Risses befestigt, das funktioniert auf Mauerwerk ebenso wie auf Beton. Er erfasst die Änderung der Rissbreite ab 0,003 mm und überträgt sie per Funk. Gerade bei Bestands- und Denkmalobjekten ist die dauerhafte Messung sinnvoll, weil sich Setzungen dort über lange Zeiträume entwickeln und bei einer Begehung im Wochenabstand leicht übersehen werden.
Wie unterstützt Rissmonitoring die Beweissicherung?
Vor Beginn der Bauarbeiten wird der Ausgangszustand erfasst, danach läuft die Messung durch. Damit liegt für jeden Zeitpunkt ein Wert vor, statt zweier Fotos im Abstand von Wochen. Wird später eine Veränderung behauptet, lässt sie sich am Verlauf zeitlich einordnen. Die Beweissicherung selbst führt Ihr Sachverständiger, wir liefern die durchgehende Messreihe als Grundlage dafür.
Wie verhält sich Rissmonitoring zur Bauwerksprüfung nach DIN 1076?
Die Prüfung nach DIN 1076 bewertet das Bauwerk zu turnusmäßigen Terminen. Das Rissmonitoring füllt die Zeit dazwischen mit Messwerten und meldet eine Grenzwertüberschreitung, sobald sie eintritt. Es tritt nicht an die Stelle der Prüfung, sondern liefert dem Prüfingenieur für den nächsten Termin einen dokumentierten Verlauf statt einer Momentaufnahme, und die Messreihen gehen in die Bauwerksdokumentation ein.
Wie werden Setzungsrisse über einen längeren Beobachtungszeitraum dokumentiert?
Setzungen entwickeln sich über Monate bis Jahre, entsprechend langsam wächst der Riss. Der Sensor misst im frei wählbaren Intervall und erfasst zusätzlich die Temperatur, damit sich das temperaturbedingte Öffnen und Schließen von einer echten Setzungsbewegung trennen lässt. Aus den Werten entsteht ein durchgehender Verlauf über den gesamten Beobachtungszeitraum, der sich in die Bauwerksdokumentation übernehmen lässt.
Welche Rissbreitenänderung kann das Rissmonitoring erfassen?
Der Wegaufnehmer erfasst Änderungen der Rissbreite im Bereich ab 0,003 mm. Damit erkennen Sie auch langsame, schleichende Bewegungen, die bei manueller Kontrolle über Monate unbemerkt bleiben würden. Zusätzlich misst der Sensor die Oberflächen- und Betontemperatur, damit sich temperaturbedingte Rissbewegungen von echten strukturellen Veränderungen trennen lassen.
Ist der Risssensor für den Außeneinsatz geeignet?
Ja. Die Sensoren sind wasserdicht nach IP67 ausgeführt und für raue Außenbereiche wie Brücken, Dämme oder Fassaden optimiert. Die Solarversion arbeitet vollständig autark ohne externe Stromquelle, alternativ steht eine Variante mit Langzeitbatterie zur Verfügung. Beide Ausführungen sind für dauerhaftes Monitoring im Freien ausgelegt.
Muss ich für die Rissüberwachung eine Fachfirma beauftragen?
Nein. Der Sensor wird über eine Montageplatte beidseitig des Risses befestigt, das geht in Eigenleistung, ohne Spezialwerkzeug. Auf Wunsch unterstützt Infrasolute bei der Auswahl der Messpunkte und der Konfiguration der Grenzwerte, damit die Rissüberwachung von Beginn an belastbare Daten liefert.
Kann ich mehrere Risse mit einem System überwachen?
Ja. Ein Sensor lässt sich um bis zu 20 weitere kabelgebundene Rissaufnehmer erweitern. So decken Sie mehrere Risse an einem Bauwerk über eine gemeinsame Datenübertragung ab und behalten alle Messstellen in einer Oberfläche im Blick.
Wie oft misst der Rissmonitor?
Das Messintervall ist frei konfigurierbar, von einmal pro Woche bis zu einer Messung alle drei Minuten. So passen Sie die Auflösung an die Kritikalität des Bauwerks an: engmaschig während einer akuten Beobachtungsphase, sparsamer beim ruhigen Langzeitmonitoring.

Projektanfrage

Sprechen wir über Ihr Bauwerk

Schildern Sie uns Bauwerk und Fragestellung. Wir melden uns kurzfristig und klären mit Ihnen, welche Messpunkte und welche Sensorik zu Ihrer Aufgabe passen.

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