Betonmonitoring: Betonbauwerke sicher überwachen

Betonmonitoring erfasst, was im Bauteil verborgen bleibt: Feuchtigkeit, Bewehrungskorrosion, Risse und statische Veränderungen. So erkennen Sie Schäden an Betonbauwerken frühzeitig, bevor teure Instandsetzungen nötig werden.

DIN 1076DIN 4150
Zwei Betonsensoren in der Bewehrungsmatte, eingebaut vor dem Betonieren

Warum Betonmonitoring

Warum Betonbauwerke enger überwacht werden müssen

Steigende Verkehrslasten, härtere Umwelteinflüsse, und viele Bauwerke am Ende ihrer geplanten Nutzungsdauer. Das Tückische: Der Schaden beginnt im Inneren. Feuchtigkeit, Salze und Bewehrungskorrosion arbeiten jahrelang verborgen, bevor an der Oberfläche ein Riss oder Rostfleck erscheint. Wer erst darauf reagiert, saniert teuer. Sensorik macht diese Prozesse messbar und verschafft Ihnen die Zeit, gezielt statt reaktiv zu handeln, günstiger und verlässlicher als die reine Sichtprüfung.

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Blick ins Innere des Betons

Feuchtigkeit und Korrosion beginnen dort, wo das Auge nicht hinsieht: in der Struktur des Betons und an der Bewehrung. Die Sensorik macht diese Prozesse messbar, bevor sie an der Oberfläche sichtbar werden.

Kabel- und energielos

Die Korrosions- und Feuchtesensoren arbeiten kabel- und energielos. Dadurch sind sie unabhängig von der Temperatur und liefern unverfälschte Werte, dauerhaft und wartungsarm.

Neubau und Bestand

Die Sensoren lassen sich direkt beim Neubau in den Beton integrieren oder an bestehenden Bauwerken nachrüsten. So schützen Sie neue wie alte Betonbauten mit derselben Technik.

Zentrale Auswertung

Alle Messwerte laufen zusammen, werden zentral ausgewertet und gespeichert. Statt einzelner Stichproben entsteht ein durchgängiges Bild vom Zustand Ihres Betonbauwerks.

Erklärvideo

Betonmonitoring in zweieinhalb Minuten

Wie Feuchte und Korrosion im Beton entstehen, warum eine Sichtprüfung sie zu spät zeigt und wie der CorroDec 2G Sensor den Zustand dauerhaft messbar macht.

Zustandsnote im Lebenszyklus Nur Demonstration
1,0 2,0 3,0 4,0 010203040 Jahre nach Errichtung
ohne mit Monitoring und früher Instandsetzung

Ohne Monitoring, Instandsetzung nach Sichtbefund

Jahr 0, Zustandsnote 1,0

Neuzustand

Mit Monitoring und früher Instandsetzung

Jahr 0, Zustandsnote 1,0

Neuzustand

Simulation

Was Betonmonitoring gegenüber der Sichtprüfung leistet

Die klassische Bauwerksprüfung arbeitet mit dem Auge und dem Hammer, in festen Intervallen und an gut zugänglichen Stellen. Sichtbar wird nur, was bereits an der Oberfläche angekommen ist, und zwischen zwei Prüfungen können Jahre liegen. Betonmonitoring dreht diese Logik um: Es misst dort, wo der Schaden entsteht, und zwar dauerhaft. Statt einer Momentaufnahme entsteht ein durchgehender Verlauf, der Trends sichtbar macht, bevor sie zum Schadensbild werden.

Der wirtschaftliche Hebel liegt im Zeitpunkt der Maßnahme. Eine früh erkannte Feuchte- oder Korrosionsentwicklung lässt sich mit begrenztem Aufwand stoppen. Ein fortgeschrittener Schaden zieht dagegen eine aufwendige Instandsetzung nach sich, oft unter Sperrung des Bauwerks. Wer den Zustand kennt, plant Instandhaltung vorausschauend, verlängert die Nutzungsdauer und macht die Kosten planbar. Bei Beständen mit vielen gleichartigen Bauwerken, etwa Brücken eines Netzes oder Parkhäusern eines Betreibers, wird daraus ein spürbarer wirtschaftlicher Vorteil.

Feuchte und Korrosion

Feuchtigkeit messen, Bewehrungskorrosion früh erkennen

Kabel- und energielose Sensorik, unabhängig von der Temperatur und dauerhaft wartungsarm. Feuchtemessung und Stellvertreterkorrosion machen verborgene Prozesse messbar, bevor die tragende Bewehrung Schaden nimmt.

Feuchtesensor CorroDec 2G mit Metallgehäuse, freigestellt

Der Frühindikator

Feuchtigkeit im Beton messen

Wasser gehört zum Beton. Beim Errichten ist es zusammen mit Zement zwingend notwendig, und nach dem Abbinden verbleibt eine Restfeuchtigkeit im Bauteil. Beton lässt zudem von außen Wasser bis zu einer bestimmten Tiefe eindringen. Das ist zunächst normal, wird aber zum Risiko, wenn zu viel Feuchtigkeit im Beton verbleibt.

Denn Feuchtigkeit ist selten allein unterwegs. Mit dem eindringenden Wasser gelangen schädliche Salze in die Struktur des Bauwerks. Übersteigt der Feuchtegehalt ein kritisches Maß, können die Stahlträger Schaden nehmen und die Stabilität des Bauwerks leidet. Die genaue Messung des Feuchtigkeitsstands ist deshalb die Grundlage jeder Betonüberwachung.

Die Feuchtesensoren von Infrasolute erfassen den Zustand im Betonwerk kontinuierlich. Sie arbeiten kabel- und energielos, sind dadurch unabhängig von der Temperatur und liefern unverfälschte Werte. Integriert beim Neubau oder nachgerüstet im Bestand geben sie ein durchgehendes Bild der Feuchteentwicklung.

Zum Feuchtigkeitssensor
Korrosionssensor CorroDec 2G mit rotem Gehäuse und Drahtüberwachung, freigestellt

Die Bestätigung

Bewehrungskorrosion früh erkennen

Die eigentliche Gefahr geht von den Salzen aus, die mit dem Wasser in den Beton gelangen, allen voran Chloride aus Tausalz oder Meerwasser. Sie greifen die Bewehrung an. Rostet der Stahl, verliert er Querschnitt und sprengt durch die Volumenzunahme den umgebenden Beton. Die Instandsetzung eines Bauwerks mit fortgeschrittener Bewehrungskorrosion ist eine der teuersten Aufgaben im Bauunterhalt.

Die Korrosionsüberwachung von Infrasolute nutzt das Prinzip der Stellvertreterkorrosion. Ein Sensordraht wird stellvertretend für die Bewehrung dem gleichen korrosiven Milieu ausgesetzt. Wird der Draht angegriffen, lässt sich daraus der Korrosionszustand des Bauwerks ableiten, und zwar bevor die tragende Bewehrung selbst geschädigt ist.

Der Korrosionssensor CorroDec 2G bildet diesen Ansatz technisch ab. Er liefert einen frühen, belastbaren Hinweis auf ein korrosionsförderndes Milieu im Beton und verschafft Betreibern damit den entscheidenden Vorlauf für Gegenmaßnahmen.

Zum Korrosionssensor
Auslesung eines einbetonierten CorroDec 2G Sensors mit dem Handlesegerät in einem Parkhaus

Auslesung vor Ort

Lesegerät

Der CorroDec 2G arbeitet passiv und ohne Batterie. Erst das Lesegerät versorgt ihn bei der Abfrage drahtlos mit Energie und liefert Zustand und Messwerte in drei bis fünf Sekunden, ohne Eingriff in das Bauteil.

Gateway mit Solarmodul zur Übertragung der Messwerte per Mobilfunk

Datenweg

Gateway

Die funkbasierten Sensoren am selben Bauwerk, etwa Riss- und Neigungssensoren, senden ihre Werte an ein Gateway. Es überträgt sie per Mobilfunk in das Online-Portal und versorgt sich je nach Standort über Solarmodul oder Batterie.

Spannungsrisskorrosion

Spannungsrisskorrosion an vorgespannten Bauwerken

Eine besonders gefährliche Schädigungsform ist die Spannungsrisskorrosion (Stress Corrosion Cracking, SCC). Sie entsteht aus dem Zusammenspiel von mechanischer Zugspannung und korrosiv wirkenden Medien wie Chloriden oder Feuchtigkeit und tritt vor allem bei vorgespannten Brückenbauwerken auf. Das Heimtückische: Sie verläuft schleichend und verborgen im Inneren des Bauteils.

Betonmonitoring begegnet der Gefahr auf zwei Ebenen

Korrosives Milieu erfassen

Die Feuchte- und Korrosionssensorik erfasst das korrosive Milieu, das Spannungsrisskorrosion überhaupt erst ermöglicht, lange bevor der Spannstahl geschädigt ist.

Tragverhalten überwachen

Ergänzend macht die laserbasierte Durchbiegungsüberwachung Veränderungen im Tragverhalten sichtbar, die auf eine fortschreitende Schädigung des Spannstahls hindeuten.

So entsteht ein Frühwarnsystem für einen Schadensmechanismus, der sonst erst beim Versagen auffällt.

Neubau und Bestand

Neubau integrieren, Bestand nachrüsten

Der Zeitpunkt der Ausrüstung ist frei wählbar. Alle ermittelten Werte werden zentral ausgewertet und gespeichert. So entsteht statt einzelner Stichproben eine belastbare Datenreihe, die den Zustand des Bauwerks über Jahre nachvollziehbar macht. Für Betreiber, Prüfingenieure und Behörden ist das eine solide Grundlage für Entscheidungen zur Instandhaltung.

Neubau

Sensorik von der ersten Stunde an

Bei Neubauten lassen sich die Sensoren direkt in den Beton integrieren und liefern Daten von Beginn an. Der Bauwerkszustand ist von der Errichtung an lückenlos dokumentiert.

Bestand

Verborgenes sichtbar machen

Bei Bestandsbauwerken werden die Sensoren nachgerüstet, um verdeckte Prozesse wie Feuchteeintrag und Bewehrungskorrosion sichtbar zu machen und den weiteren Verlauf zu dokumentieren.

Im Neubau beginnt die Messung schon vor dem Ausschalen: Temperatur, Reifegrad und Festigkeit im frischen Bauteil sind Gegenstand des Aushärtungsmonitorings. Danach übernehmen die Langzeitsensoren.

Besonders gefährdet

Parkhäuser, Tiefgaragen und Brücken schützen

Nicht jedes Betonbauwerk ist gleich stark gefährdet. Wo Tausalz, Streusalz oder Meerwasser ins Spiel kommen, steigt das Risiko der Chloridbelastung deutlich. Parkhäuser und Tiefgaragen gehören deshalb zu den kritischsten Bauwerken überhaupt: Über die Reifen der Fahrzeuge wird im Winter kontinuierlich chloridhaltige Feuchtigkeit eingetragen, die sich in den Fahrbahnplatten und Stützen sammelt.

Ähnliches gilt für Brücken, deren Fahrbahn im Winter gesalzen wird, sowie für Bauwerke in Küsten- und Hafennähe. Gerade hier zahlt sich Betonmonitoring aus, weil die Feuchte- und Korrosionssensorik den Chlorideintrag und seine Folgen sichtbar macht, bevor die Bewehrung geschädigt ist. Betreiber solcher Bauwerke gewinnen damit die Grundlage, Instandhaltung dort anzusetzen, wo sie wirklich nötig ist.

  • Brücken und Ingenieurbauwerke aus Spann- und Stahlbeton
  • Parkhäuser und Tiefgaragen mit Chloridbelastung
  • Tunnel und unterirdische Betonbauten
  • Neubauten mit integrierter Sensorik ab Errichtung
  • Bestandsbauwerke mit Verdacht auf Bewehrungskorrosion

Betonmonitoring für Ihr Bauwerk

Ob Brücke, Parkhaus, Tunnel oder Neubau: Schildern Sie uns Ihr Bauwerk und die kritischen Punkte. Wir stimmen die Sensorik auf Feuchte, Korrosion und Bewegung so ab, dass Sie Schäden früh erkennen und Instandsetzungen gezielt planen.

Roman Koch Roman Koch

Datenplattform

Alle Messwerte auf einer Plattform

Die Sensoren übertragen ihre Messwerte per Funk an die Datenplattform. Dort werden sie ausgewertet, dokumentiert und laufend gegen Ihre Grenzwerte geprüft.

  • KI bei der Datenanalyse
  • Nutzerorientierte Reportings
  • Kontinuierliche Auswertung
  • Warn- und Alarmschwellen
  • Alarmierung per E-Mail und SMS
  • Fernzugriff rund um die Uhr
Mehr zu Überwachung & Alarmierung
Monitoring-Plattform Beispielansicht
Messverlauf im Sollbereich
Warnschwelle
  • KI bei der Datenanalyse Zustand im Sollbereich
  • Nutzerorientierte Reportings Bericht bereit
  • Alarmierung Grenzwerte überwacht
FAQ

Häufig gestellte Fragen

Was umfasst Betonmonitoring bei Infrasolute?
Betonmonitoring erfasst die zentralen Schadensmechanismen von Betonbauwerken über Sensorik: Feuchtigkeit im Beton, Korrosion der Bewehrung, Rissbildung und statische Veränderungen. Die Werte werden zentral ausgewertet und gespeichert. So erkennen Sie beginnende Schäden früh und können Instandsetzungen planen, bevor die Substanz gefährdet ist. Die Sensoren lassen sich beim Neubau integrieren oder im Bestand nachrüsten.
Wie funktioniert die Korrosionsüberwachung im Beton?
Die Korrosionsüberwachung arbeitet mit dem Prinzip der Stellvertreterkorrosion. Ein Sensordraht wird im Beton eingebracht und stellvertretend für die Bewehrung dem korrosiven Milieu ausgesetzt. Wird der Draht angegriffen, lässt sich daraus eine Aussage über den Korrosionszustand des Bauwerks ableiten. Der Korrosionssensor CorroDec 2G liefert so einen frühen Hinweis, lange bevor die eigentliche Bewehrung geschädigt ist.
Warum ist Feuchtigkeit im Beton ein Problem?
Beim Betonieren ist Wasser zusammen mit Zement notwendig, nach dem Abbinden verbleibt eine Restfeuchtigkeit. Beton lässt Wasser zudem bis zu einer bestimmten Tiefe eindringen. Zu viel Feuchtigkeit gefährdet die Bewehrung, weil eindringendes Wasser schädliche Salze einträgt. Deshalb ist die genaue Messung des Feuchtigkeitsstands entscheidend, um die Stabilität des Bauwerks langfristig zu sichern.
Kann Betonmonitoring Spannungsrisskorrosion erkennen?
Spannungsrisskorrosion entsteht aus dem Zusammenspiel von mechanischer Zugspannung und korrosiv wirkenden Medien wie Chloriden oder Feuchtigkeit und tritt besonders bei vorgespannten Brücken auf. Sie verläuft verborgen im Inneren. Betonmonitoring setzt hier zweifach an: Die Feuchte- und Korrosionssensorik erfasst das korrosive Milieu, während die laserbasierte Durchbiegungsüberwachung Veränderungen im Tragverhalten sichtbar macht.
Lässt sich Betonmonitoring nachrüsten?
Ja. Die Sensoren können direkt beim Neubau in den Beton integriert oder an bestehenden Bauwerken nachgerüstet werden. Gerade bei älteren Brücken, Parkhäusern und Tunneln ist die Nachrüstung sinnvoll, um verdeckte Prozesse wie Feuchteeintrag und Bewehrungskorrosion sichtbar zu machen und den weiteren Zustand über die Zeit zu dokumentieren.
Beeinflusst die Temperatur die Messwerte der Betonüberwachung?
Die Korrosions- und Feuchtesensoren arbeiten kabel- und energielos und sind dadurch unabhängig von der Temperatur. Sie liefern unverfälschte Werte auch bei schwankenden Umgebungsbedingungen. Ergänzende Sensoren erfassen die Betontemperatur selbst, damit temperaturbedingte Effekte bei der Auswertung von echten strukturellen Veränderungen getrennt werden können.

Projektanfrage

Machen Sie das Verborgene messbar

Betonmonitoring von Infrasolute schützt Ihre Substanz, indem es das Verborgene messbar macht. Auf Wunsch begleiten wir Sie von der Auswahl der Messpunkte über die Integration in Neubau oder Bestand bis zur laufenden Auswertung der Daten. Wir melden uns kurzfristig zurück.

+49 6742 8599600 DE +41 41 670 00 11 CH info@infrasolute.com
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